Aktienbewertung – die Basics

Aktien bewerten ist keine Wissenschaft, dennoch machen sehr viele Privatanleger genau diesen Fehler. Geleitet von 100 Kennzahlen und anderen „relevanten“ Bewertungsmethoden ist die Aktienbewertung ein Dschungel voller Hindernisse. Es gibt kein perfektes Unternehmen, darum macht euch nicht so einen Stress.

Genauso ist eine tägliche DAX Analyse für den langfristigen Investor irrelevant. Macht euch nicht so einen Stress und genieß es, wie euer Geld sich vermehrt. Da „Stock Piking“ so oder so eine heiße Sache ist, empfehle ich euch mit meiner Checkliste einen kühlen Kopf zu behalten. Natürlich MUSS man eine Aktie bzw. das jeweilige Unternehmen analysieren und nicht blind einem Tipp von Freunden oder unbekannten im Internet vertrauen. Auch „Experten“ sollte man skeptisch entgegen treten. Durch viel Wirbel steigt die Volatilität nicht nur am Markt sondern auch in euren Köpfen!

Meine Checkliste für eine kinderleichte Bewertung

Bilanzqualität mind. 50% Eigenkapitalquote                                                                                             macht es Gewinn, wenn ja, wie viel?                                                                     Letzte 5 Jahre positiven free Cashflow?

Geschäftsmodell Führende Marktposition? Zielgruppe? Kosten intensiv? Wie groß ist der „Burggraben“? (was macht dieses Unternehmen aus?)

Nachhaltige Dividende Kontinuität: mind. 10 Jahre ohne Kürzung Payout: letzte 5 Jahre zwischen 25 und 75% Ausschüttungsquote    Wachstum: Regelm. Anhebung Rendite: durchschnittl. Rendite letzte 3 Jahre  >1%

günstiger/fairer Kaufpreis (Kennzahlenanalyse) KGV – wie viel Gewinn im Verhältnis zum Kurs? Empfehlung zwischen 15-30 (macht einen Vergleich, wie ist die Konkurrenz bewertet? KBV – je geringer, desto „günstiger“ ist die Aktie PEG – Price Earning to Growth Ratio heißt KGV geteilt durch die erwartende Wachstumsrate, Bsp. eine Aktie hat ein KGV von 10 und man schätzt das sie um 6 Prozent steigen wird/soll. Heißt: PEG: 1,66 = Überbewertet. Das PEG sollte > 1 sein -> fair bewertet Eigenkapital-/Fremdkapitalquote – je mehr Eigenkapital, desto besser

Chancen/Risiken Geht es mit der Zeit oder geht es mit der Zeit? Basierend auf dem Geschäftsmodell (Tipp: Macht eine einfache Chance/Risiko Tabelle und wägt ab, wie sich das Unternehmen in Zukunft entwickeln WIRD, nicht kann sondern WIRD)

Management Welche Strategien verfolgt das Management? Sind Ziele aus der Vergangenheit erreicht worden? Besitzt es einen hohen Anteil von Aktien? Kein BLA BLA BLA! Kein Schön gerede, sondern Fakten, auch wenn sie nicht immer schön sind

Natürlich gibt es noch ein paar Punkte,  jedoch sind die meisten Sachen bzw. Kennzahlen reines Market Timing und eine „Momentaufnahme“ des jeweiligen Unternehmens. Alle o.g. Punkte lassen sich leicht googeln und bewerten. Langfristig entscheidet nicht die Dritte Komma Stelle, sondern ein solides Geschäftsmodell, ein großer Burggraben und gutes Management.  

Also invest smart not hard.

Zu dem stelle ich mir immer die Frage: „Was passiert, wenn die Menschen kein bzw. wenig Geld haben? Was braucht der Mensch dennoch?“

Buch für Einsteiger: Der Rationale Kapitalist – Kolja Barghoorn (Klick)

Buch für Fortgeschrittene: Unternehmens- und Kennzahlenanalyse – Nicolas Schmidlin (Klick)

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