15. Türchen – Die Griechen des Optionshandels

Im 15. Türchen verstecken sich die Griechen des Optionshandels, welche wirklich entscheidend für den Erfolg beim Handel mit Optionen sind.

Angebot und Nachfrage bedingen bei Optionen stetig Preisschwankungen. Selbst wenn sich der Kurs einer Aktie nicht verändert, können die entsprechenden Optionen dennoch im Wert steigen oder fallen. Für weniger erfahrene Optionsanleger ist dies zunächst vielleicht etwas irritierend. Eine Erklärung liefern möglicherweise die sogenannten Griechen (Greeks). Dabei handelt es sich um Kennzahlen bzw. Sensitivitäten zur Preisbildung bei Optionen. Diese sind nach griechischen Buchstaben benannt und berücksichtigen sowohl Kursveränderungen des Basiswertes, den Zeitverlauf als auch die Zu- oder Abnahme der impliziten Volatilität. In diesem Kapitel erklären wir Ihnen die vier wichtigsten Griechen. Diese sind für das Verständnis der Funktionsweise von Optionen sehr wichtig.

Delta

Die Deltaposition = Aktienanzahl, die durch eine Optionsposition abgebildet wird

Die Deltaposition gibt die Anzahl der Aktien an, die durch eine Optionsposition abgebildet wird. Ein Optionsanleger, der zum Beispiel 10 Call-Optionen der Deutschen Post (Kontraktgröße 100) mit einem Delta von 0,60 besitzt, hat indirekt eine Position in Höhe von 600 (= 10 Optionen x 100 Aktien x 0,60) Aktien der Deutschen Post.

Gamma

Gamma = Veränderung des Deltas bei einer Preisveränderung des Basiswertes

Wenn sich der Kurs des Basiswertes einer Option ändert, so bewegt sich eine Option entweder tiefer ins Geld oder weiter aus dem Geld. Dies hat zur Folge, dass sich auch das Delta ändert. Die Veränderungsrate des Deltas wird mit dem Griechen Gamma gemessen.

Vega

Das Vega einer Option gibt an, wie sehr sich der Preis einer Option verändert, wenn sich die Volatilität verändert. Eine Abnahme der Volatilität sorgt beispielsweise dafür, dass es weniger Preisbewegungen des Basiswertes gibt, sodass die Optionen auf den Wert billiger werden.

Theta

Der letzte wichtige Options-Grieche, der eine bedeutende Rolle für den Optionsanleger spielt, ist das Theta. Das Theta bezieht sich auf den Zeitwert von Optionen. Gekaufte Optionen geben dem Optionsanleger das Recht, am oder bis zum Ablaufdatum der Option Aktien oder andere Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn z. B. eine aus dem Geld befindliche Call-Option gekauft wird, so besteht die bezahlte Prämie ausschließlich aus dem Zeitwert. Der innere Wert beträgt bei aus dem Geld liegenden Optionen stets Null. Wenn die Option am Verfallstag keinen inneren Wert hat, so wird diese nicht ausgeübt und die Option verfällt wertlos. Ab dem Moment des Kaufs verfällt der Zeitwert der Option. Anfangs geht dieser Prozess relativ langsam von statten, aber zum Verfallsdatum hin dann stets schneller.

Theta =  in welchem Maße der Preis der Option zurückgeht, wenn die Restlaufzeit um einen Tag abnimmt

Quelle: https://www.lynxbroker.de/wissen/erfolgreich-handeln-mit-optionen/optionen-griechen/

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